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Diener neigte sich über das Bette. Clarence trathinzu und sah daß Jener seinen Herrn in den Armenhielt. „Guter Gott!" rief er, „was gibt es?"
Der treue Alte erhob das Gesicht gegen denFragenden, und große ThrLnen rollten jach aus denAugen, in welchen die Quellen solcher Rührungbeinah vertrocknet waren.
„Er liebte Sie sehr!" sprach er und konnte nichtsweiter hervorbringen. Sanft legte er den Körpernieder, warf sich auf den Boden und schluchzte laut.Mit ahnungvollem, schauderndem Herz beugte sichClarence vorwärts; das Gesicht seines Wohlthäterslag gerad vor ihm — und die Hand des Todes hattees berührt. Schon seit Stunden, in der Stille derNacht, war die Seele vor ihren Richter getreten,wie cs schien ohne Kampf oder Schmerz, wie derLufthauch, der die Harfe einen Moment rührt undim nächsten dahin ist.
Jener ergriff seine Hand — sie war schwer undkalt; sein Auge fiel auf das Miniaturbild der un-glücklichen Lady Merton, das Talbot seit jenem ver-suchten Raub beständig am Hals getragen. Selt-sam und ergreifend war der Gegensatz des ge-malten Gesichts, auf welchem keine Farbe nachgelas-sen, und Duft, Fülle und Bliithe der Jugend, un-bewußt des Umschwungs der Jahre, noch weilten,mit den gealterten, cingeschrumpfteo Zügen desVerstorbenen.