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ziemlich bescheidenes aber mit eher prunkhaftem alsanmuthigcm Glanz geschmücktes Gemach gossen, dasmehr ans Hang zum Aufwand, als auf feinen Ge-schmack deutete.
An einem kleinen Bureau saß die schöne La Me<ronville. Eben hatte sie ein Bittet beendet, das sie(was Jean Jacques entzückt gewesen wäre *)!) ansrosenfarbenes Papier mit einer perlmutternen, wieein Pfeil Kupidos gestalteten, Feder geschrieben, wo-bei letztere in ein als Köcher geformtes Dintenfaßans dem Rücken eines kleinen, fein gearbeiteten Lie-besgottes getaucht ward. Sie faltete das Briefchenzusammen, als ein fantastisch gekleideter Page ein-trat und Lord Bvrodaile meldete, der Jenem aufdem Fuß uachfolgte. Hastig und beinah erröthendsteckte die Mcronvitte das Bittet in den Busen undeilte zu Gruß und Umarmung ihres Anbeters. DerLord warf sich mit unzufriedener Miene in einen derSofa's. Die erfahrene Französin bemerkte, daß eineWolke auf feiner Stirn saß.
„Mein Freund," begann fle in der Mundartihrer Nation, „Sie scheinen unmuthig - ist Ihnenetwas Unangenehmes begegnet?"
') Der Verfasser der neuen Heloise schrieb, wie erin den Geständnissen erzählt, die Korrespondenzmit Julien auf rosenfarbenes Papier, bestreute dasGeschriebene mit Goldsand, und adressirte JuliensAntworten jedesmal an „Jean Jacques Rousseau."
Der Uebersetzer.
Bulwer's Romane. XIss. 5