ab; er freute sich eher darüber, daß Glendower solcheEigenschaften besitze. Mit der tief gewurzelten An-maßung , dem Bewußtsein unermeßlicher Superivri-tät, welches Menschen ohne Grundsätze gegen Die-jenigen, welche Grundsätze haben, stets empfinden,sagte er sich: „Eben diese Tugenden werde» mirdie desten Handhaben abgeben, ihn zu bethören: siekönnen der Lockung, die ich anbieten werde, nichtwiderstehen, wohl aber jeder Veranlassung, die sichspäter darbieten dürfte, mich selbst zu betrügen; dennNiemand vermag dem Hunger zu widerstehen: schöneGefühle, strenge Ehre, feste Religiosität — he!he! he! —sie können wohl einen Menschen bestimmen,einem gewöhnlichen Anreiz Widerstand entgegen zusetzen; sie vermögen ihn zwar nicht dahin zu bringen,daß er sein eigener Henker wird, aber sie können ihnabhalten gegen seinen Mitschuldigen zu zeugen undder Henker eines Andern zu werden. Nein, nein —keinem gemeinen Spitzbuben möcht' ich mein Geheim-nis anvertrauen — mein Geheimniß, das mein Lebenist! Gerade so einem feinen Herrn, einem sittlichenSchurken, wozu ich meinen stolzen Freund machenwerde, brauch' ich. Noch hat er einige dumme Be-denklichkeiten; die müssen wir ans dem Feld schla-gen — dürfen nicht zu rasch sein, und müssen vorAllem die Hauptsache der Armnth überlassen. Man-gel ist der beste Redner — eine verkommende Frau,rin verhungerter Range — he! he! he! — das sinddie wahren Versucher, die wahren Väter der Ver-
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