Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
114
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schaute ich, mid sah wie Mangel und Hunger undGrimm der Verzweiflung deren Fuß wegnagte. Inden Straßen der grosen Stadt stand ich, wo dieFreude ein ewiges Jubelfest zu feiern scheint, undsah den Vornehmen schwelgen, während der BanerHunger stirbt, und den Pfaffen dem Mammon Altärebauen, aufgethürmt aus dem Gewinn ächzender Ar-beit und gekittet mit Blut und Thränen. Aber ichblikte weiter und sah wie im Hintergrund die Ket-ten zu Schwertern geschärft werden, das Elend zurGerechtigkeit zeitigt und der Hunger sich zur Racheperbeißt; und ich lachte als ich Das sah, den»ich wüste, daß der Tag des Unterdrükten herannahe."

Etwas eingeschüchtert von dem prophetische»Ton, obwol zurükgestoßen von der Sonderbarkeit unddem Ingrimm, die ihm in den Gefühlen des Re-publikaners zu liegen schienen, fragte Clarence nacheiner kurzen Pause:

Und was von unserem eigenen Land?"

Wolfs Stirn verfinsterte sich.Die Unterdrü-kuug," sprach er,war hier nicht so schwer, daherwird die Reaktion auch minder stark sein; die Ständehängen mehr zusammen, daher wird ihre Trennungschwieriger vor sich gehen; die Erpressungen sind nichtso grausam, daher wird sich die Unterwürfigkeit gedul-diger zeigen: aber früh oder spät muß der Kampf den-noch kommen; er wird blutig sein, wenn der Streitmit gleichen Kräften geführt wird; mild und langdauernd, wenn das Volk das Uebergewicht hat."