111
Noch sprach Warner, als die fragliche Person«intrat. In der That verdienten Gestalt und Ge-stchtdieses Menschen, daß sich ein Maler ihrer bemächtigte.In Folge der Eigenthümlichkeit seines KarakterS, denwir gleich näher schildern werden, erkünstelte ereine jener Zeit ungewöhnliche Einfachheit der Klei-dung , die ihn der Schlichtheit, aber nicht der Rein-lichkeit und Ordnung der Quäker annäherte. DasHaar, damals bei allen bessern Ständen ein Haupt-Gegenstand der Sorgfalt, hob sich wild, struppig undwie in kohlschwarzen Drahtringeln von einer Stirn,auf welche Nachdenken oder Leidenschaft ihre Jahrbü-cher mit eisernem Griffel eingcgraben; der untere, überdie Augen heraustretende Theil des Vorderhaupteswar seltsam scharf und vorspringend, während die Li-nien oder vielmehr Furchen unter Aug und Nase eini-germaßen auf Erschöpfung und innerliche Müdigkeitdeuteten. Zu diesem Ausdruk bildeten jedoch diekräftig zusammengedrükte Lippe, der Helle, feste,strenge Blik und die entschlossene, ja trozige Stirn,welcher flch ttvch auffallend athletische Körperserhält-Niffe und eine ungewöhnliche Höhe des Wuchses Vei-gesellten, einen widersprechenden Gegensaz.
„Nun, Wolf," rief der junge Maler dem ebenbeschriebenen Ankömling entgegen, „das ist wahr-haftig sehr gütig von Dir, mir eine zweite SizuNgzu gewähren."
„Still Junge!" antwortete Wolf: „Jtdeömänhat seine schwache Seite, und so tzestöh' ich, daß ich
8 *