Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
73
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Hab' ich Sie nicht schon hundert und hundert-mal gebeten und augefleht, Herr Grünspan," riefdie Dame verweisend,de Warens nicht bei seinemTaufnamen zu nennen? Wissen Sie nicht, daß alleLeute von guter Erziehung, die bloS Einen Bedien-ten halten, ihm unabänderlich bei seinem Zunamenrufen, als ob er der Kellermeister *) wäre, verste-hen Sie!"

Nein, DaS wäre zu gnt für ihn, meine Liebe,"entgegnete Grünspan.Ich will den armen Thomasbei jedem Zunamen, der Ihnen beliebt, rufen, aberfür einen Kellermeister kann ich ihn wahrhaftig nichtnehmen. Ha! ha! ha! da müssen Sie mich entschul-digen , mein Kind!"

Und warum denn nicht, Herr Grünspan? ichhabe manchen Kellermeister länger an einem Stöpselherumstümpern sehen, alS ihn! und sagen Sie, Wensahen Sie besser beim Essen aufwarten?"

Auf warten, mein Kind? nicht er istS, derDaS thut!"

Wer denn, Herr Grünspan? "

Ei wir, mein Kind wir sind eS, die aufdas Essen warten, aber daran ist die Köchinschuldig, nicht Er."

Pah, Herr Grünspan! Adolf, mein Lieber,sitz aufrecht!"

*) Der nach englischem Gebrauch zugleich der Hans-hofmeister ist. Der Ueberseyer.