Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

glänzende Entdeckungen am Wahrheitshimmel macht,die auf einem Hähern Standpunkt selbst einemschärferen Aug entgehen; wie auf dem Boden einertiefen Grube die Menschen am Hellen Tag dieglänzenden stillen Sterne wahrzunehmen vermögen,welche Denjenigen, die auf der Höhe oder Ebenestehen, unsichtbar sind *).

Herr Pelham. (Sich abwendend um ein uri-wilMihrliches Gähnen zu verbergen.) Alles rechthübsch, mein theurer Freund, ich zweifle nicht;und in der That, ich theile ganz Ihre Ansicht inBezug auf die Angemessenheit Ihres Versuchesund noch mehr auf Ihr Mißtrauen über dessen Er-folg. Jedoch in den gegenwärtigen langen Aben-den, wo einerseits der Frost die Intelligenz schärst,andrerseits die Lebensgeister durch den Nebel sen-timental gedämpft werden, kann man schon einlangweiligeres Buch lesen, als während der heißenJahreszeit. Schlägt das Publikum Ihr jetzigesWerk in der festen Erwartung aus, es dem letztenähnlich zu finden, so wird es sich getäuscht sehen,und Sie werden vielleicht ungelesen bleiben; faßtes sich aber, vorbereitet durch diese Einleitung, einHerz Das zu lesen, was erklärt es gehe nicht bloßauf Belustigung aus; gibt es sich dazu her,den Weg der Erzählung in einem nüchternen, ru-higen Schritt hinzuwandeln, und sich je zuweilenmit einem e twas langweiligen Begleiter zufrieden

*) Aristoteles.