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kann daher unbefangen den wahren Zwek des Unter-richts ins Ange fassen und sich fragen, ob jenerZwek auf einer öffentlichen Schule erstrebt werde.Dieser zweite Theil der Frage ist schon so oft undso ausführlich untersucht, die Fehler unseres akade-mischen Systems sind so allgemein zngestanden wor-den, daß sehr wenige Worte hinreichen werden, jenenTheil gänzlich abzumachen. Die einzigen Gegen-stände, die man ans nnsern öffentlichen Schulen zulehren sucht, sind die tobten Sprachen. *) Allerdingsstehen noch andere Themata auf dem Lektionverzeich-nis — Französisch und Arithmetik, Geographie undder Gebrauch der Globen. Aber diese Unterrichts-zweige sind, wie männiglich weiß, blos dem Name»nach da: das Höchste wozu man's in der Geographiebringt, ist die Kunst ein paar Karten zu koloriren;die Geographie selbst aber ist nur dann eine edleund praktische Wissenschaft, wenn sie sich an dieGeschichte, den Handel, die Erzeugnisse des Landesoder der Städte anreiht, deren blose Lage sie angibt.Was komt drauf an, ob ein Knabe nns sagen könne,
*) Ehedem gab ein Pair ober reicher Manu vonStaude, wenn er seinen Sohn auf die Schulesandte, einen Hofmeister mit, dessen persönlicheBelehrung die Mängel des öffentlichen Studien-kurscs «rsezzen sollt». Diese Sitte hat beinahanfgehört und die aristokratische Erziehung istdaher, statt besser, noch oberflächlicher gewordenals früher.