Druckschrift 
2 (1841)
Entstehung
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der reiten kann, seit Will todt ist. Steigt ab, sag' ich,Schlingel!"

Aber abzusteigen, ohne abgeworfen zu werden, warleichter zu sagen, als zu thun. Das Pferd bäumte sichjetzt, als hätte Zuno ihre Bremse dagegen ausgesandt;und Philipp, angezogen und aufgeregt, näherte sich immermehr, bis er neben den Rvßkämmen stand. Die andernStallknechte eilten ihrem Kameraden zu Hülfe, der sichendlich mit weißen Lippen und zitternden Knieen wiederauf terra tirina, sah, während das Pferd, wild schnaubendund den Kopf an Brust und Arm des Stallknechts reibend,der cs straff am Zügel hielt, auf seine Weise zu fragenschien:Sind Eurer noch mehr?"

Eine Bermuthung, daß das Pferd ein alter Bekanntersey, durchzuckte Philipps Seele; er ging darauf zu, undein weißer Flecken über dem linken Auge bestätigte seineBermuthung. Es war ein Füllen, das man für ihn zumReiten bestimmt und auferzogen hatte, das, in seinen gutenTagen, Brod aus seiner Hand gefressen und ihm wie einHund im Gehäge nachgelaufen war, das er im Spaß ohneSattel bestiegen, wenn sein Vater den Rücken gewandthatte; kurz, ein Freund aus der glücklichen Jugendzeit;ja, der Freund, dem er mit Liebe zugethan zu sehn sichrühmte, als er mit Arthur Beaufort unter dem sommer-lichen Himmel dastand und die ganze Welt ihm vollFreunde schien. Er klopfte mit der Hand den Hals desPferdes und flüsterte:Soso! so! Billy!" und das Pferdwandte sich rasch und mit freudigem Wiehern.