Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
147
Einzelbild herunterladen
 

147

ausgenommen daß sich dann und wann unbestimmte,wahnsinnige Laute von seinen Lippen stahlen.

Wohl mochten, so lang Arbaces also da standund auf Diejenigen wartete, die seine Stimme her-beizurufcn fortfuhr, einige reuige Gewissensbissedurch seine Brust zucken, denn trotz seiner Frevelwar er ein Mensch. Der wehrlose Zustand desGlaukuS, seine irren Worte, seine zerrütteteVernunft ergriffen ihn tiefer, als selbst der Toddes Apäcides, und halb hörbar sprach er zu sichselbst:

Armer Staub arme Menschenvernunft! Woist jetzt die Seele? ich könnte Dich verschonen,mein Nebenbuhler jetzt nicht mehr Nebenbuhler!aber das Schicksal muß erfüllt werden, meine Sicher-heit verlangt Deine Opferung."

Damit rief er, als wollte er die innere Stimmeiibertäubcn, noch lauter, zog aus dem Gürtel desGriechen den Stilus hervor, tauchte ihn in dasBlut des Ermordeten und legte ihn neben die Leiche.

Schnell und athemlos kamen jetzt die Einwoh-ner in Haufen herbeigcrannt; Einige mit Fackeln,die der Mond unnöthig machte, und nur einen rothen,zitternden Schein gegen die dunkeln Bäume werfenließ. Sie umgaben den Ort.

Hebt den Leichnam auf," ries der Egypter,und bewahret den Mörder wohl."

Sic erhoben den Körper und groß war das

10 K