Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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immer etwas schwankenden Schritte durch einenlangen Stab gestützt, ans den Weg nach DiomedsVilla. Hoffnung und Rachbcgierde hatten im Ver-ein mit seinen tiefen ärztlichen Kenntnissen mächtigbcigctragen, ihm seine natürlichen Kräfte zuriick-zngebcn.

Schön ist das Mondlicht des Südens! Unterdiesem Himmel tritt die Nacht so schnell in den Tagherein, daß die Dämmerung kaum einen Ucbcrgangzwischen beiden bildet. Ein Augenblick dunkleren Pur-purs am Firmament, tausend rosiger Farben imWasser, eines über das Licht halb siegendenSchattens und auf einmal find die zahllosenSterne hcrvorgebrochen, der Mond scheint und dieNacht ist in ihre Herrschaft eingetrctcn.

In mildem Glan; fielen die Mondstrahlen aufden alten Hain der Cpbele; die stattlichen Bäume,deren Alter keine Ucbcrlieferung anzugcben vermochte,warfen ihre langen Schatten auf den Boden, wäh-rend durch die Ocffnungen in ihrem Gezweig diewimmelnden Sterne still hcrabschicncn. In derweißen Farbe des kleinen Sacellums in der Mittedes Wäldchens, umrankt vom dunkeln Laub, lagetwas Unvorbereitetes und Erschreckendes; jählingsbrachte sic den Zweck, dem das Gehölz geweihtwar, das Heilige, Tcmpelartige in seiner Bedeutung,vor die Seele.

Mit schnellem Dtebesschritt war Kalenus durchdie Nacht der Bäume hingeschlichen, hatte die Kapelle