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gen durfte, das Halsband anzunehmen, obwohl derstolze, von dem reizbarsten Ehrgefühl beseelte Athe--.ncr im Stillen beschloß, das Geschenk durch ein drei-mal werthvolleres zu ersetzen. Julia, ohne seinenDank zu Wort kommen zu lassen, goß etwas Weinin einen kleinen Becher.
„Du hast manche Gesundheit mit meinem Vatergetrunken," sprach sie lächelnd; „trinke jetzt eine mitmir. Glück und langes Leben Deiner Braut!"
Sie berührte den Becher mit den Lippen undreichte ihn sofort dem Glaukus. Die übliche Sitteforderte, daß Glaukus den ganzen übrigen Inhaltaustrank, und er verfehlte nicht, derselben nachzu-kommen. Julia ohne Ahnung von dem Betrug, denihr Npdia gespielt hatte, beobachtete den Trinkendenmit funkelnden Augen. Trotz der Voraussagung derHere, daß die Wirkung vielleicht nicht augenblicklichcintreten werde, hoffte sie auf einen unmittelbarenErfolg zu Gunsten ihrer Reize. Sehr mißvergnügtsah sie daher Glaukus den Becher wieder hinstellenund das Gespräch mit ihr in dem vorigen leidenschaft-losen aber höflichen Ton fortsetzen. Obwohl sie denGast so lange zurückhielt, als sie Anstands halber thunkonnte, trat doch kein Wechsel in seinem Benehmen ein.
„Aber morgen," dachte sie und erhob sich trium-phirend aus ihrer Mißstimmung, „morgen, weheDir, mein Glaukus!"
Ja wohl: wehe ihm!