Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
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Du stehst im Begriff, Dich mit Glaukus zu ver-mählen: liebst Du ihn? Nein, Schwester,crwiedere mir mit Worten."

Ja," flüsterte Jone erröthcnd.

Fühlst Du, daß Du um seinetwillen dem Stolzentsagen, der Schande trotzen und Dich in den Todstürzen könntest? Ich habe gehört, wenn ein Weibwirklich liebe, so gehe es bis zu diesem Uebermaaß."

Mein Bruder, all Dies könnt' ich für Glaukusthun und dabei fühlen, daß es kein Opfer wäre.Was für den Geliebten geduldet wird, ist kein Opferfür die Liebende."

Genug! Soll das Weib so für den Mannfühlen und der Mann weniger Hingebung für seinenGott in sich tragen?"

Er sprach nicht weiter; sein ganzes Gesichtschien von einem göttlichen Leben durchdrungen undangehaucht; seine Brust hob sich stolz; seine Augenflammten; auf seiner Stirne fland die Majestäteines Menschen, der es wagt, edel zu sepn. Erwandte sich, um in Joncns ernstes, wehmüthigcs,ahnungsvolles Auge zu blicken. Zärtlich küßte er sie,drückte sic warm an's Herz und hatte im nächstenMoment das Haus verlassen.

Lang blieb Jone an derselben Stelle stumm undgedankenvoll. Zu wiederholtenmalcn erinnerten sieihre Mädchen, daß der Mittag vorrücke und sie zuDiomcds Fest geladen sep. Endlich erwachte sie ausihren Träumen und kleidete sich nicht mit dem