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gewissen Zeit bei den Römern für unfein galt, we-niger als drei oder mehr als neun Gäste bei sich zusehen, so wurde diese Regel von prunksüchtigen Leu-ten doch leicht ausser Acht gelassen, und wirklich sagtuns die Geschichte, daß einer der prachtlicbcndstenvon diesen Zeitgebern gewöhnlich eine ausgewählteGesellschaft von dreihundert Personen bcwirthct habe.Diomed jedoch, bescheidener, begnügte sich die Zahlder Musen zu verdoppeln. Seine Gesellschaft be-stand aus Achtzehn, eine Summe die heutigen Tagsnicht gegen den guten Ton verstoßen würde. „Jemehr, desto munterer," sagt das Sprichwort: — fürmeinen Theil Hab ich bei einem Gastmahl stets dasgerade Gegcnthcil gefunden.
Der Morgen des Festes war da und Diomed,obwohl er den Mann von Stand und von Bildunghöchlich spielte, behielt doch immer genug von seinerkaufmännischen Erfahrung bei um zu wissen, daßdas Auge des Herrn schnelle Diener macht. Dem-gemäß wandelte er mit offener Tunika über demstattlichen Bauch, mit bequemen Pantoffeln an denFüßen und einem Gcrtchcn in der Hand, womit erbald den Blick eines trägeren Sklaven leitete, balddessen Rücken eine Lehre gab, von Gemach zu Ge-mach in seiner prächtigen Villa.
Er verschmähetc sogar einen Besuch in jenemgeheiligten Raum nicht, worin die Priester desFestes ihre Opfer bereiteten. Beim Eintritt in dieKüche wurden seine Ohren durch den Lärm von