Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
Seite
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das entleerte Gefäß mit Wasser, dem der Liebes-trank nach Jnlias Versicherung so sehr glich, undbrachte wieder an seinen frühem Ort. Dann stahlsie sich auf ihr Lager zurück und harrte unter wel-chen Vorstellungen! auf das Grauen des Tags.

Die Sonne war aufgcgangcn, Julia schlief noch,Nydia kleidete sich geräuschlos an, steckte ihren Schatzsorgfältig in ihr Gewand, nahm ihren Stab undeilte das Haus zu verlassen.

Der Pförtner Mcdon grüßte sie freundlich alssie die Stufen zu der Straße herabsticg; sie hörteihn nicht, ihr Gcmüth war verwirrt und verloren imSturm tobenden Gedanken jeder Gedanke eineLeidenschaft! Sie fühlte die reine Morgenluft auf ihrerWange, aber sic kühlte ihre brennenden Adern nicht.

Glaukus," flüsterte sie,alle Liebeszauber dermächtigsten Magie könnten nicht bewirken, daß Dumich so liebtest, wie ich Dich liebe! Jone hahinweg Zaudern! hinweg du hemmendes Gewissen!Glaukus, mein Schicksal liegt in Deinem Lächeln, unddas Dcinigc . . . o Hoffnung! o Frendc! o Ent-zücken I - Dein Schicksal liegt in meinen Händen!"