Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
119
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verwirrte und überineisterte. Er gab sich der Listgefangen, welche sich also an die zwei stärksten mensch-lichen Leidenschaften, den Trieb zur Lust und denTrieb zum Wisse», wandte. Der Gedanke, als könneein so weiser Mann irren, ein so erhabener sichzum Betrug herablassen, empörte ihn. Verstrickt indas dunkle Nez einer metaphysischen Moral, nahmer die Entschuldigungen an, wodurch der EgypterLaster in Tugend verwandelte. Ohne das; er cs ge-wahr wurde, schmeichelte es seinem Stolz, daß Ar-baces ihn mit sich auf einerlei Stufe gestellt, ihnden Gesehen, welche den großen Haufen binden, ent-zogen, ihn znm erhabenen Theilnehmcr seiner gcheim-nißvollcn Studien, wie der magischen Erheiterungenseiner Einsamkeit gemacht hatte. Die reinen, stren-gen Lehren jenes Glaubens, zu welchem ihn Olinthzu bekehren gesucht, waren durch die Fluth neuerLeidenschaften ans seiner Erinnerung weggeschwemmt,und der Egypter, der die Sähe dieser neuen Reli-gion kannte, und von seinem Zögling bald dieWirkung erfuhr, welche die Anhänger jener Lehreauf ihn hervorgebracht, suchte diese Wirkung aufnicht ungewandte Art durch einen halb spottenden,halb ernsten Ton der Erörterung zu zerstören.

Dieser Glaube," sprach er,ist nur eine Pla-giat aus einer der vielen Allegorien, welche unserealten Priester erfanden. Sieh, hier," fugte er hinzuund deutete auf eine Nolle in Hieroglyphenschrift,sieh hier in diesen alten Figuren den Ursprung