Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
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fühlte der Egypter seine Herrschaft über den jungenPriester gesichert nnd unumstößlich. Er wußte, daßeS kein so vollständig unterjochtes Opfer gibt, alseinen jungen, glühenden Mann, der zum erstenmalder Herrschaft der Sinne hingegeben worden ist.

Als Apäcides mit dem Morgenlicht von demtiefen Schlaf, den der Rausch des Staunens und derLust zur Folge gehabt, wieder erwacht war, hatteer sich allerdings beschämt, erschreckt, niedergeschlagengefühlt. DaS Gelübde der Keuschheit, der Enthalt-samkeit hatte ihm ins Ohr geklungen; sein Durstnach Heiligkeit war er aus so trüber Quelle ge-stillt worden? Aber Arbaces kannte die Mittel nmsich seinen Sieg zu sichern. Bonden Künsten der Wol-lust führte er den jungen Priester mit Einemmal in dieTiefen seiner geheimnißvollen Weisheit. Er enthüllteseinen erstaunten Angen die nur den Eingeweihten ge-gönnten Mysterien Verdunkeln Philosophiedes Nils -Geheimnisse den Sternen und einer regellosen Chemieentnommen, welche in jenen Tagen, wo die Vernunftselbst blos Tochter der Einbildungskraft war, wohlfür die Aussprüche eines erhabenen Wunderthätcrsgelten konnte. So erschien denn der Egypter denjungen Augen des Priesters als ein überirdisches,mit übernatürlichen Kräften begabtes Wesen.

Das sehnsüchtige, inbrünstige Verlangen nacheiner Kunde vom Jenseits der Erde, das von Kind-heit an im Herzen des Priesters gebrannt hatte, wurdegeblendet, bis es sein klareres Bewußtsein gänzlich