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2 (1836)
Entstehung
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gcnauge hatte sie bezaubert. Er verbot, gebot ihrdurch die Magie eines an Einschüchterung und Be-wältigung lang gewöhnten Geistes. Ohne die min-deste Ahnung von seinem wirklichen Karakter oderseiner versteckten Liebe fühlte sie für ihn die Ehr-furcht, welche der Genius vor der Intelligenz, dieTugend vor der Heiligkeit stets fühlt. Sie betrach-tete ihn als einen jener hohen Weisen des Altcr-thums, welche ihre Freiheit von den Leidenschaftender andern Menschen in die Geheimnisse der Wis-senschaft cindringen ließ.

Kaum sah sie ihn als ein irdisches Wesen, wiesich selbst, an, sondern als ein dunkles, heiligesOrakel. Sie liebte ihn nicht, aber sie fürch-tete ihn; seine Gegenwart war ihr unwillkommen;er verdüsterte ihren Geist, selbst in der heiterstenEtimmnng; in seiner eisigen, hohen Gestalt glicher einem Berg, der das Licht der Sonne versteckt.Aber nie fiel es ihr ein, ihm seine Besuche zuuntersagen. Sie verhielt sich leidend unter einemEinfluß, der in ihrer Brust nicht das Znrückstoßende.wohl aber etwas von der unheimlichen Stille desSchreckens hervorrief.

Arbaccs beschloß sofort all seine Künste anzu-wenden, um sich in den Besitz eines so glühend er-sehnten Schatzes zu setzen. Sein Sieg über ihrenBruder ermnthigte und erhob ihn. Seit der Stundeworin Apäcides unter dem wollüstigen Zauber jenesFestes gefallen war, das wir oben beschrieben haben,