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lassen, hatte sie sich in ihr abgelegenstes Gemachzurückgezogen, hatte ihre Dienerinnen aus demselbenentfernt, hatte sich vor den Schaaren, die ihre Thürbelagerten, verläugnet. Glaukus wurde mit denUebrigen abgewiesen; er wunderte sich, vermutheteaber den Grund nicht. Nie theilte er seiner Jone— seiner Beherrscherin, — seiner Gottheit, die wei-bische Launenhaftigkeit zu, über welche die Liebes-dichter Italiens so unaufhörlich klagen. Er stelltesie sich in der Majestät ihrer Wahrhaftigkeit hochüber allen Kunstgriffen dieser Seelenquälerei vor.Er war beunruhigt, aber seine Hoffnung war nichtgetrübt, denn bereits wußte er, daß er liebe undgeliebt werde: welches kräftigere Amulet gegen dieFurcht konnte er noch verlangen?
In tiefster Nacht, wenn die Straßen still wa-ren und nur die hohe Luna seine Andacht sah,schlich er sich zu dem Tempel seines Herzenö —zu ihrem Haus, und warb um sie nach der schönenWeise seines Landes. Er bedeckte ihre Thür mitden reichstenBlüthengewindcn, in welchcnjedeBlumeein Brief süßen Seelenerguffes war, und ließ dielange Sommernacht vom Klang der lyrischen Leierund von Liedern ertönen, welche die Begeisterungdes Augenblicks ihm cingab.
Aber das Fenster oben öffnete sich nicht; keinLächeln machte den Dämmerschein der Nacht nochheiliger. Alles im Haus blieb still und dnnkel.
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