Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
102
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armes Blumenmädchen," rief Glaukns und stürztenach dem Ort zu, woher die Jammertöne kamen.

Er stieß die Thür auf, und sah wie Nydia sichunter den Händen des wüthenden Weibes krümmte.Der bereits mit Blut benetzte Strick mar hoch indie Luft erhoben. Er hielt ihn plötzlich an.

Furie!" rief er , und entriß mit der LinkenNydia ihrem Griff.Wie wagst Dn ein Mädchenso zu behandeln ein Wesen von Deinem eigenenGeschlecht, ein Kind? meine Nydia, meinearme Kleine!"

O! bist Dn es, ist es Glaukns?" rief dasBlumenmädchen, fast im Ton des Entzückens.Die Thränen standen ihr auf den Wange» still;sie lächelte, klammerte sich an seine Brust undküßte ihm das Gewand.

Und wie wagst Du, naseweiser Fremdling,Dich zwischen ein freies Weib und ihre Sklavinzu werfen? Bei den Göttern! trotz Deiner schönenTunika und Deinen ekelhaften Wohlgerüche», glaubeich Du bist nicht einmal ein römischer Bürger,mein Püppchen!"

Höflich, Frau! höflich!" sagte Klodius, derjetzt mit Lepidns eintrat.Das ist mein Freundund Bnndesbrndcr; er muß gegen Deine Zungeein Obdach erhalten, meine Holde, sie regnetSteine!"

Gib mir meine Sklavin!" schrie daS Weib, undfetzte ihre mächtige Tatze ans die Brust der Griechin.