rung fiir die Sophistereien des Egypters auf Apa-cideS Lippen gedrängt, starben zitternd hinweg. Eskam ihm eine Entheiligung vor. wenn er dicseZaubcr-lante unterbräche; seine aufgeregte, leicht empfäng-liche Natur, die griechische Milde und Gluth seinergeheimen Seele, waren durch Uebeirafchnng ge-wonnen, gefangen. Mit geöffneten Lippen, mitschlürfendem Ohr sank er auf den Stuhl zurück,während sich in einen, Chor von Stimmen, sanftund schmelzend, wie die, welche Psychen in denHallen Amors erweckten, folgender Gesang erhob:
An des Cephissus wcllcnkühlem SchoeßeScvwamm eine Stimme durch der Lüfte Fluth,Und strahlender erröthcte die Rose,
Und lautlos saß die Taube auf der Brut.
Die Horen ließe» Purpurblüthen fallenUnd horchten ihr vom Himmel lächelnd nach;Von Pans Gewölbe bis zu Aegte's") HallenEnthob der Erde sich ein süßes Ach.
„Liebt Sterbliche! ich bin die Macht der Liebe,„Ich stieg zuerst aus alter Nacht heraus"*);„Mein Lächeln leuchtet durch der Wolken Trübe,„Es schließt mein Kuß des Morgens Wimpern auf.
„Mein sind die Sterne, wo sie zu euch funkeln,„Seid ihr umkreist von meiner Zaubcrhut;
„Luna ist mein, wen» ihre Strahlen dunkeln,
„So weilt sie, wo der schöne Schläfer ruht.
*) Die schönste der Najaden."*) Nach Hesiod.