ler mit der ehrfurchtgebietenden .Hoheit dieses Weis-heittypes so viel Lieblichkeit vereinte», gab dasMondlicht noch eine besondere, heilige Rnhc. Wei-ter oben, auf halber Höhe der Treppe, dunkelte dasgrüne, markige Land der Aloe, und über einen Theilder marmornen Stufen warf der Schatten einer mor-genländischen Palme sein langes, regungsloses Gc-zmcige.
In der Stille des Ortes, in dem seltsamenAnblick der Sphinxe lag etwas, was das Blut desPriesters mit namenlosem, gespensterhaften Schau-der durchrieselte; er sehnte sich auch nur einen Wie-derhall seiner geräuschlosen Schritte zu vernehmen,als er zu der Schwelle emporstieg.
Er klopfte an die Thür, über welcher eine In-schrift in seinem Aug unbekannte» Charakteren stand.Ohne einen Laut öffnete sich das Thor, und ein gro-ßer äthiopischer Sklave winkte ihm ohne Frage oderGruß zu, weiter zu gehen.
Die weite Vorhalle war Lurch hohe Kandela-ber» von künstlich gearbeitetem Bronze erleuchtet,und längs den Wänden liefen mächtige Hieroglyphenin dunkrln, ernsten Farben hin, die gegen das HelleKolorit und die anmnthigen Gestalten, womit dieBewohner Italiens ihre Hauser schmückten, wun-derlich abstachen. Am Ende der Halle trat einSklave, dessen Gesicht, wenn auch nicht afrikanisch,doch um viele Grade dunkler war, als die gewöhn-lichen Tinten des Südens, ans ihn zu.
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