Nach Abschluß des Gedichtes singe» Diejenigen,welche blos das kalte Bad »ahmen, an, sich zu ent-kleiden. Sie häuglen ihre Kleider a» Haken in derWand auf und nachdem sie, je nach ihren LüsternVerhältuiss n, entweder von ihren eigenen Eklaven,oder von Denen der Thermen ein weites Gewanderhalten, begaben sie sich in das .zierliche, kreisförmigeGebäude, das, zur Beschämung der badscheucn süd-liche» Nachwelt, noch jetzt vorhanden ist.
Die Ueppigern verfugten sich durch eine andereThür in das Tepidarium, einen Ort der tbeils durchein tragbares Fcuerbecken, theils durch eine Unter-Höhlung des Fußbodens, i» welcher die Heizrohrendes Lakonikum') hinliefeu, eine angenehme Wärmeerhielt.
Hier verweilte dieser Theil der Badenden, nach-dem sie sich entkleidet, eine Zeitlang, um die künst-liche Temperatur der üppigen Luft zu genießen. Die.scs Gemach war, dem bedeutenden Rang gemäß, den
*) Das Lakoniknm oder Sudatorium war daS eigentlicheSchwitzbad, gewöhnlich eine runde Zelte mit eniemKurpelgcwölb, in dessen Mitte sich ein Loch befand,das durch einen ehernen, an Ketten Hangenden Decketgeöffnet und geschlossen werden konnte, um so vielkühle Luft eiiijulasse», als die Badende» wünschten.Unter dem Lakonikum war gemeiniglich eine eigeneHeizeiurichtung angelegt, wodurch nicht nur der Fuß-boden überhaupt erwärmt, sondern auch vermittelstder im Tert genannte» Röhren ein« bis zurTrans-spiration gehende Hiye mitgetheilt ward.
Der Ueberfttzer.