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viereckiges Stück Papier aus dem Gürtel zog. „Icksehe, daß er uns eine Stunde früher bittet, als dieRegel ist; Borschinack von etwas Großartigem." *)„Oh er ist reich wie Krösus und sein Speise-zettel so lang wie ein Eposrief Klodius.
„Gut, gehen wir in die Bäder," sagte Glaukus;-„um diese Zeit ist Alles dort, und Fulvius, den Duso sehr bewunderst, will uns seine letzte Ode lesen."
Willig stimmten die jungen Männer dem Vor-schlag bei und man wanderte »ach dem Bad.
Obwohl die öffentlichen Thermen oder Bädermehr ans die ärmeren Bürger als die Neichen abge-sehen waren, da Letztere dieses Erfrischungsmittelim eigenen Hause hatten, so bildeten sie doch fürdie dort aus allen Klassen zusammenströmenden Gästeeinen LieblingSort zur gegenseitigen Unterhaltungund zu jenem müßigen Umherschlendern, das einemheitern, gedankenlosen Volk so theuer ist. Natürlichunterschieden sich die Bäder in Pompeji nach Planund Konstruktion von den ungeheueren, mit allenmöglichen Nebeneinrichtungen versehenen ThermenRoms, und wirklich scheint es, als habe in jederStadt des Kaiscrthnms irgend eine leichte Modifi-kation in der gemeinsamen Architektur dieser Ge-bäude stattgefunden. Dies bringt die Gelehrten
*) Die Römer sandten sich, wie die Modernen, Ein,ladungskarten, worauf die Stunde der Mahlzeitangegeben war ; sollte der beabsichtigte Schmaus be-sonders kostbar werden, so ruckte man die Stunde vor.