Druckschrift 
1 (1841)
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

87

kurze, stolze, aber gemäßigte Antwort auf seinen Brief,eine Antwort, die eine entschiedene Ablehnung seiner An-erbietungen enthielt, fest ihre rechtmäßige Ehe und dieAnsprüche ihrer Kinder behauptete auf gerichtlichesVerfahren verwies, und unterzeichnet war mit: KatharineBeaufort! Mr. Beaufort legte den Brief in seinenSchreibtisch, mit der Bezeichnung:Unverschämte Ant-wort von Mrs. Morton, 14. September," und war ganzzufrieden, das Daseyn .der Schreiberin ganz vergessen zukönnen, bis sein Advokat, Mr. Blackwell, ihn benachrich-tigte, daß von Katharina eine Klage eingeleitet seh. Mr.Robert wurde blaß, aber Blackwell beruhigte ihn.

Ja, Sir, Ihr habt Nichts zu fürchten. Es ist nur«in Versuch, Geld zu erpressen; der Attorney ist ein Mann«on schlechter Praxis, gewohnt schlechte Fälle aufzuneh-men; sie können Nichts ausrichtcn."

Dies verhielt sich wirklich so; was auch ihre Rechteseyn mochten, die arme Katharine hatte keine Beweise'kein Zeugniß wodurch ein ehrenhafter Advokat gerecht-fertigt werden konnte, wenn er ihr den Rath gab einenProzeß anznfangen. Sie nannte zwei Zeugen ihrer Trau-ung der Eine war todt, der Andere war nirgends zuerkundigen. Sie gab als den Ort, wo die Ceremoniesollte verrichtet worden seyn, ein sehr entlegenes Dorf an,in welchem, wie es schien, das Kirchenregister vernichtetworden war. Keine beglaubigte Abschrift davon war zufinden, und Katharine war wie betäubt als sie hörte, daß,selbst wenn sie gesunden würde, es zweifelhaft wäre, ob