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schlossen; Robert Beauforts Stegelauf dem Schloß; —auf jedem Wandschrank, jedem Schrein, jeder Schtebladedasselbe Siegel, welches von Rechten zeugte, gültiger alsdie ihrigen. Aber Katharine ließ sich nicht abschrecken;sie wandte sich um und sah Philipp an ihrer Seite; sie deu-tete stumm aus den Schreibtisch; der Knabe verstand dieAufforderung. Er verließ das Zimmer und kehrte nachwenigen Augenblicken mit einem Meisel zurück. DaS-Schloß ward aufgebrochen; zitternd und begierig durch-wühlte Katharine den Inhalt, sie öffnete Papier um Pa-pier, Brief um Brief, umsonst! kein Certifikat, keinTestament, keine Denkschrift. Konnte der Bruder denverhängnißvollen Beweis entfremdet haben? Ein Wortgenügte Philipp zu erklären was sie suchte, und sein Su-chen war noch pünktlicher als das ihrige. Jedes Behält-niß, wo nur immer Papiere sehn konnten, in diesem Zim-mer, im ganze» Hause wurde durchforscht, und doch blieballes Suchen fruchtlos.
Drei Stunden nachher waren sie in demselben Zim-mer, in welches Philipp seiner Mutter den Brief vonRobert Beaufort gebracht hatte. Katharine saß da, ohneThränen, aber todesblaß vor Kummer und Jammer.
„Mutter," sagte Philipp, „darf ich den Brief jetztlesen?"
„Ja, Knabe; und entscheide Du für uns Alle." Sieschwieg, und betrachtete sein Gesicht während er las. Erfühlte daß ihr Auge auf ihm ruhte, und beherrschte seineGemüthsbewegung als er weiter las. Als er zu Ende