71
Beaufort, der Jntestaterbe, — allein; denn noch am Tagevon seines Bruders Tod hatte er seinen Sohn nach Hausegeschickt mit einem Brief, worin er seiner Frau den Wech-sel in ihren GlückSumständen verkündete und ihr austrug,seinen Advokaten mit schnellster Erirapost in das Haus desTodes zu schicken. Der Schreibtisch und die Schitbladenund die Schränke, welche die Papiere des Verstorbnenenthalten hatten, waren offen; ihr Inhalt war, durch-wühlt worden; kein Certifikat der heimlichen Trauung,keine Hindentung auf ein solches Ereigniß, kein Papierfand sich, das die letzten Wünsche des todten reichen Man-nes angedeutet hätte. Er war gestorben und hatte keinZeichen, keinen Wink gegeben. Mr. Robert BeaufortsGesicht war ruhig und gefaßt.
Ein Pochen ward an der Thüre gehört; der Advokattrat ein.
„Sir, die Leichenbesorger sind da, und Mr. Greaveshat befohlen, daß die Mockeu geläutet werden sollen; umdrei Uhr will er die Gebete lesen."
„Ich bin Euch verbunden, Blackwell, daß Ihr diesetraurigen Obliegenheiten besorgt: Mein armer Bruder! —Es kam so plötzlich! Aber das Leichcnbegängniß, sagtIhr, soll heute stattfindcn?"
„Das Weiter ist so warm," sagte der Rechtsgelehrte,sich die Stirne wischend. Während er dies sagte, hörteman die Tvdteuglocke.
Eine Pause trat ein;
„Es wäre ein entsetzlicher Schlag für Mrs. Morton