Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
90
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so

den nach Glükseligkeit in unserer Natur liege, unddaß es mit unserer Achtung für gewisse allgemeinemoralische Gesezze und mit unserer Geneigtheit, die-sen zu folgen, sich eben so verhalte.

Dies die Antwort, welche Neid und Stewartoder auch die Philosophen aus der deutschen SchuleHerrn Bentham geben wurden, und diese Antwortist aus den Schriften des Leztern nicht zu widerle-gen. Denn es liegt am Tag, daß man keineswegssagen kann, dergleichen Ansichten von dem Grundder moralischen Unterscheidung hätten keinen bestirn-ten Sinn und es werde durch sie eine individuelleMeinung als Regel aufgestellt. Was sie aus hinrei-chenden Gründen als Regel aufstellen, ist ein demMenschengeschlecht eigenthümlicher Instinkt oder bes-ser eine Idee, die eben so allgemein und unerklärlichist, als die Instinkte es sind.

Ueber diese Doktrinen abznsprechen, kann nureiner Philosophie znstehen, die tiefer und eindringen-dcr ist als die bentham'sche. Es wird wie ich glaubeder Nachwelt nicht entgehen, daß Bentham, so ofter auch auf dem Gebiet der von Hodbes so genantenPhilosoph,» prim» Recht hatte, dieses Recht dochnie nachgewiesen, sondern den Beweis Andern über-lassen hat. Sein gröster Fehler, nämlich seine un-zulängliche Kentniß und Würdigung der Gedankenanderer Menschen, zeigt sich in seinem steten Ringenmit dem täuschenden Schatten der Meinung einet