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Staats, vbwol auch diese mir unter gewissen Be-schränkungen. Angenommen es fände sich unter derMasse unsrer Landsleute eine tiefe Liebe und Ver-ehrung für Kunst oder Wissenschaft, so könte derStaat nichts thnu, als diese Empfindungen fortzu-erhalten suchen; fehlen aber Liede und Verehrung,so kann der Staat wahrscheinlich zu ihrer Erschaf-fung oder Aufmunterung etwas beitragen. Demgroßen Haufen muffen die Gefühle eingeflöst wer-den, di« Wissenschaft oder Kunst Hervorrufen, umdadurch Kunst und Wissenschaft einheimisch bei unszu machen. Der Geist eines Staats kann dergleichenEmpfindungen unter seine» Bürgern bilden. Diesdas einzige wohlthärigc Patronat, das er auszuübenvermag. Wie ist die Kunst des Volkes zu gewin-nen? Dadurch daß man ans seinen Geschmak fußt.Verlangt man daher eine Förderung der höher»Kunst und Wissenschaft von Seiten des Publikums,so muß man den Geschmak desselben demgemäß er-ziehen. Können Dies Könige — könne» es einzelneGönner?. Sie können es zuweilen, wenn der Beschmak de» Publikums schon lange in seiner Bildungbegriffen war und jezt »nr einer lezren Entwikkrlungoder eines Anstoßes bedarf; auf andrem Wege nicht.Mir Recht hat man bemerkt, daß Franz i, ein wah-rer Pfleger der Kunst, seiner Zeit voraneilte; erführte die Gönnerschaft bei Hof ein, vermochte aberkeine Verbreitung des Geschmaks unter dem Volkzn bewirken. Deshalb verlor sich sein Einfluß bald