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rie häusliche» Gewohnheiten einer Nation großenEinfluß auf ihre Knuste aus. Wohnen die Lcnrenicht in großen Häusern, so können sie sich in derRegel keine große Gemälde anfchaffrn. Die englischeAristokratie wohnt troz ihrem Reichthmn gern inrechtwinkligen Sälen von dreisstg Fuß Länge ansacht und zwanzig Fuß Breite; sie hat keine weiteHallen und lang gedehnte Galliern n; kauft sie großeBilder, so hat sic keinen Plaz zum Aushängen. Un-möglich kann man mithin erwarten, sie werde diegroße historische Schule begünstigen, so lange wirnicht darauf bestehe», daß fle in großen, für die Ge-schichte gemachten Hauser» wohnt. Begnunlichkeitdes Formats ist die erste Hanptansoderuug an einmarktbares Gemälde. Damir haben wir einen sehreinfachen Grund, weshalb die historische Malerschnlebei uns nicht blüht. Individuen sind die Gön-ner der Malerei, Individuen kaufen die Gemäldenatürlich für Prioathäuser, wie der Staat sie sei-nerseits für öffentliche Gebäude kaufen würde. EinKünstler fertigte ein historisches Gemälde für einenPair, der eines der wenigen großen Häuser in Lon-don inne hatte. Zwei Jahre nachher bat ihn derBestz-zer, das Bild gegen rin kleines Kabinetstük von nurhalb so viel Werth anszntaujchcn. „Eure Herrlich-keit muß wol einige bedeutende Fehler in meinemgroßen Gemälde cntdekt haben," sagte der pikirieKünstler. „Nicht im Mindesten," erwiedcrte der