Ein zahlreiches Publikum verlangt ferner vorAllem ein natürliches und unumwundenes Benehmenin Demjenigen, der z» ihm spricht; es last sich diegelehrte Affektation, woran Akademiker ihre Freudehaben, nicht gefallen. „Sprich wie Dir der Schna-bel gewachsen ist," lautet sein erster Ruf an Jeden, derihm geschniegelt und pedantisch in seiner Anrede odergehalten und hinterdacht in dem Ban seiner Perio-den zu sein scheint. Der Stil ist daher gegenwärtigin der Regel einfacher und gerader heraus, als ehe-dem und bringt seinen ungeschminkten Stoff mit we-nig Ruksicht auf abgewogenen Tonfall nnd Ausar-beitung des Gedankens vor. Er hat minder vonder Harmonie des Gefeilten und mehr von der Kraftdes Jmprovisirten. Dabei ist zu beklagen, daß diehvhern, veredelnden Schönheiten — die zarte Anspie-lung — die feine Grazie — vernachlässigt werden.Es wäre gut, könten wir neben der Einfachheit auchdie Fülle bewahren — nnd sezten wir uns eine Elo-quenz wie diejenige der römischen Redner zum Ziel,die während sic im freiesten Flusse schien, jeden Toneiner begleitenden Musik anpaßte.
Derselbe Grund, welcher dem neuern Stil seineSchlichtheit verleiht, gibt ihm auch Wärme, so daßer sich von der feierlichen Frostigkeit Johnsons, vonden Silberketten, welche die anmuthigen Bewegun-gen Goldsmiths oder die abgemessene ZierlichkeitHumes umklirrten, gänzlich befreit zu haben scheint.Andrerseits dagegen geht jene Wärme gar häufig in