Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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Menge gcthan hätte. Aber fortwährend ward seineEitelkeit geschmeichelt und seine Neugierde gespanntdurch die ununterbrochene Eorrcspondenz seiner un-sichtbaren Egcria. Diese Eorrcspondenz (wenn man csso nennen darf, da sic bloß einseitig war) hatte jetzteine beträchtliche Zeit gedauert und noch immer warer auf keine Spur der Schreiben» gekommen; ihr Tonhat sich neuerlich geändert er war trüber und ge-dämpfter geworden sic sprach von der hohlen Nich-tigkeit wie von dem Lohn des Ruhms, und mit einemAnflug ächt weiblichen Empfindens deutete sic oft mehrhin ans den Genuß: der Niedergeschlagenheit mit Trostzu nahen, als den Triumph zu thcilcn. In all diesenBriefen offenbarten sich »nwidcrsprechlich ein hoherGeist und eine tiefe Empfindung; sie erweckten in Mal-travcrs ein starkes und lebhaftes Interesse, aber dochwar dicß Interesse nicht ein solches, daß cs in ihmden Wunsch erregt hätte: die Schrcibcrin zu entdecken,um sic dann zu lieben. Größtenteils waren sic z»sehr voll von der Ironie und Bitterkeit eines m ännl i--chcn Geistes, als daß sic hätten einen Mann bezau-bern können, welcher der Ansicht huldigte: Zartheitscy das Wesentlichste an der Stärke des Weibes. Essprach aus ihnen auch das individuelle Temperamentnicht weniger als Geist und Herz und es war nichtgerade die Art von Temperament, die ein Man» be-wundern konnte, welcher die Frauen gern weiblichhatte.