fallen mögen. Cäsarini war eine literarische Merk-würdigkeit geworden und alle Reviews lobten ganzgewaltig seinen Genius — gemäß demstllben Beweg-grund, der »ns treibt, fremde Sängerinnen oderTodtc zn preisen — wir müssen etwas zu loben habenund wir mögen nicht diejenige» loben, welche uns inden Weg rennen. Dadurch war Cäsarini über dieMaße» eingebildet geworden — er schwor, Englandscp das einzige Land, wo achtes Verdienst Anerkennungfinde,,und er verhehlte seinen eifersüchtigen Verdrußüber die umfassendere Berühmtheit von Maltravcrsnicht. Ernst sah mit mitleidigem Lächeln, wie er denKern seines Wesens vergeudete und seme Talente anNichtswürdigkeiten der Gesellschaftszimmer ehrlos preis-gab. Er suchte ihn zu warnen, aber Cäsarini hörteihm mit solcher Ungeduld zn, daß er dem Amt einesErmahners entsagte. Er schrieb an de Montaigne,der mit seinem Versuch nicht glücklicher war. Cäsarinihatte sich in den Kopf gefetzt, sein eigenes Spiel znspielen. Und zu Einem Spiel war er endlich, ohneBild zu spreche», gekommen. Sein Drang nach Auf-regung machte sich beim Hazardspiel Luft und seineübrigen Guineen schmolzen täglich mehr zusammen.
Aber de Montaigne's Briefe trösteten Maltravcrsfür den Verlust von weniger mit ihm harmonircndenFreunden. Der Franzose war jetzt ein ausgezeichneterund berühmter Mann — und seine Hochachtung thatMaltravcrs wohlcr, als ihm das Zujanchzcn der