jungen Ausländers, neben ihrer Unerfahrcnhcit imwirklichen Leben, und ihrer Unkenntniß der Anmaßun-gen eitler Herzen ließ sic augenblicklich wieder eineSchmeichelei vergessen, die sie von einem Andern be-leidigt hätte. Sic lenkte jedoch das Gespräch aufandre allgemeine Gegenstände, und sprach von deritalienischen Poesie mit einer des Gegenstands würdi-gen Wärme und Beredsamkeit. Während sie so sich unter-hielten war ein neuer Gast angckommcn, der von derStelle aus, wo er in ein Gespräch mit Lord Saring-ham verflochten, stand, ein stets forschendes Augeans das Paar heftete.
„Ladp Florcncc hat in Wahrheit ausnehmend ge-wonnen," sagte dieser neue Gast. „Ich hätte niegeglaubt, daß England eine nur halb so schöne Dameaufzuwciscn hatte."
„Gewiß sic ist hübsch, mein lieber Lumlcy — dieFamilicugesichtSbildung der Lasccllcs" — versetzte LordSaringham — „und so begabt! Sic ist in der Thatgelehrt — ganz ein ba« dlou. Ich zittrc, wenn ichan die Masse von Poeten und Maler» denke, welchesich aus ihrem Enthusiasmus ein Vermögen schöpfenwerden, kntre nous, Lumlcy, ich möchte wohl wün-schen, sie mit einem Mann von nüchternem Verstandvermählt zu sehen, wie der Herzog von * * * ist,denn nüchterner Verstand ist gerade das, woran csihr fehlt. Bemerken Sic nur, sic hat jetzt eben einehalbe Stunde mit diesem seltsam ausschendcn AbenteurerBulwer's Romane. I,XV. 6