„Ah, Signor," sagte sic ans Italienisch; „ich binso erfreut Sic zu sehe»; es ist wirklich ein Trost ineiner Gesellschaft von Nichlscn dem Genius zn be-gegnen!"
Mit diesen Worten ließ sich die Erbin ans einenjener bequemen Sitze nieder, welche nur zwei Personenfassen, und winkte dem Italiener neben ihr Platz zunehmen. O! wie schlug Castrnccios eitles Her;! welcheprächtige Traumbilder von Liebe, hohem Rang, Rcich-thnm gaukelten ihm schon vor der Seele!
„Ich bilde mir beinahe ein," sagte Castrnccio,„die alten Tage der Romantik scycn wicdcrgckommcn,wo eine Königin von Fürsten und Kriegern sich ab-wcnden mochte, um einem Troubadour znzuhören."
„Troubadours sind jetzt seltener als Krieger undFürsten," versetzte Florcnce mit einer muntern Leb-haftigkeit, die einen starken Contrast bildete mit derKalte, die sic gegen den Herzog von * * * an denTag gelegt hatte, „und darum wäre es an einer Köni-gin kein so großes Verdienst, wenn sic von Abgeschmackt-heit und Langeweile zu Poesie und Witz flüchtete."
„Ach, sagen Sic nichts von'Witz," versetzte Cä-sarini, „der Witz verträgt sich nicht mit dem ernstenCharakter tiefer Empsindnng; er verträgt sich nicht mitder Begeisterung und huldigenden Anbetung; — nichtmit den Gefühlen, auf welche Lady Florcnce LasccllcsAnspruch hat."
Florencc crröthcte und schmollte ein wenig; aberder nngchbure Abstand ihrer Stellung und der des