getändclt, einem Signor Eäsarini, blos weil er Son-ncttc dichtet und Kleider trägt wie ein Eomödiant."
„Es ist die Schwäche des andern Geschlechts, meinthcnrcr Lord," sagte Lnmlcp; „sic lieben cs die Gön-ncriiinen zu spielen, und sie hätscheln alle Seltsamkeitenvon Porzcllanungchcucrn bis ans anbrüchige Poeten.Aber ich bilde mir ein, wenn ich aus den rastlosenBlicke» schließe» darf, welche sic jeden Augenblick imSaal hcrumlaufcn läßt, daß meine schöne Cousineetwas von einer Kokette an sich hat."
„Da sind Sie ganz auf der rechten Spur, Lum-lcy," versetzte Lord Saringham lachend. „Aber ich willmich nicht mit ihr zanken, daß sic Herzen bricht undHände ansschlägt, wenn sic nur am Ende vernünftigund festen Sinnes wird, und sich zur Herzogin von* * * qualisicirt."
„Herzogin von * * *!" wiederholte Lumlcy zer-streut; „nun ich will mich ihr einmal verstellen. Ichsehe, sic wird des Signors müde. Ich will sie ausho-lcn über den Eindruck, den der Herzog ans sie gemachthat, mein lieber Lord."
„Thun Sic's, ich wage cs nicht," versetzte derVater. „Sie ist ein treffliches Mädchen, aber Erbin-nen sind immer Widerspruchsgeisten Es war sehr när-risch, daß man mir alles Drcinrcdcn hinsichtlich ihresVermögens entzogen hat. Besuchen Sie mich doch baldwieder, Lnmlcp. Ich denke Sic reisen ins Ausland?"
„Nein, ich werde mich in England fcstsetzcn; abervon meinen Aussichten und Planen später mehr."