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„Ich glaube gern, daß ein Autor mit ein wenigCharlatauismus dieser Art mehr von sich reden machenkönnte, daß er mehr vergöttert werden würde in denKostschulen, und ein besseres Gemälde gäbe für dieSchaustellung. Aber ich glaube, wenn er einen männ-lichen Geist besitzt, würde er durch jede solche Markt-schrcicret an Selbstachtung verlieren. Und meine Phi-losophie lautet: daß Achtung seiner Selbst allen Ruhmder Welt aufwiegt."
Casarini lächelte höhnisch und zuckte die Achseln;es war unverkennbar, daß die beiden Autoren keineWahlverwandtschaft zu einander hatten.
Endlich erreichten sic die Kirche und verschafftensich mit einiger Mühe Sitze.
Bald fing der G-ttcsdicnst an. Der Predigerwar ein Mann von nnzwcifclhaftcm Talent und feuri-ger Beredsamkeit; aber seine theatralischen Künste,seine gesuchte Kleidung, seine erkünstelten Gcbcrdenund Hebungen und Senkungen der Stimme, und vorAllem die fanatischen Mummereien, die er in demHause Gottes zur Schau trug, mißbehagten Maltra-vcrs, während sie Cäsarini entzückten, ihn mit Be-wunderung und Ehrfurcht erfüllten. Der Eine saheinen Charlatan und Betrüger — der Andre erkannteeinen tiefen Künstler und begeisterte» Propheten.
Aber während die Predigt sich dem Schluß näherte,während der Redner einer der mächtigsten Ausströ-mungen seiner Beredsamkeit sich überließ, deren Oh's!und Ah's! das große Vorspiel waren zu dem pathcti-