Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
13
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Aufmerksamkeit ward bald von der Schwester abge-lcnkt durch das Eintreten Valeriens selbst am Armeihres Gemahls. Bis setzt hatte er noch nicht so genaubeobachtet, welche Veränderungen die Zeit an ihr be-wirkt hatte vielleicht fürchtete er sich halb davor.Jetzt betrachtete er sic mit neugierigem Interesse. Va-lerie war noch immer ausnehmend schön, aber ihrGesicht war schärfer, ihre Gestalt schmächtiger undeckiger geworden; in ihrem Mund und Auge lag etwasUnzufriedenes, Unruhiges, beinahe Bitteres: dasist der nur allzngcwöhnliche Ausdruck im Gesicht vonPersonen, welche geboren sind zur Liebe, aber zurGleichgültigkeit verdammt. Ihre kleine Schwester warnoch die bcneidcuswerthere von beiden mochte kom-men, was da wollte, so liebte sic doch ihren Gatten,wie er einmal war, und ihr Herz mochte wohl Wehzu erdulden bekommen, aber doch nicht das der Leerheitund Oedc.

Bald wisperte Herr von St. Vcntadonr mit einerNase länger als je gegen Maltravers.

Hm ja wie gcht's Ihnen? wie gcht'sIhnen? Entzückt Sie zu scheu sahen Madamefrüher als mich hm, ja! habe so meine Ge-danken habe meine Gedanken"

Mr. Maltravers, wollen Sie Madame de St.Ventadour Ihren Arm geben?" sagte Lord Doning-dale, indem er mit einer Herzogin am Arm nach demSpeisezimmer schritt.

Vulwer's Romane. I,XV.

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