Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
14
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Und Sie haben Neapel verlassen," sagte Mal-travcrs ;ans lange Zeit?"

Wir gedenken nicht mehr dahin znrückzukchrcn."

Es war ein entzückender Aufenthaltsort wielieb war cS mir! Wie wohl erinnere ich mich seinernoch!" Ernst sprach ruhig cs war nur eine all-gemeine Bemerkung.

Valerie seufzte leis.

Während des Essens berührte das Gespräch zwischenMaltravcrs nnd Madame de St. Vcntadour nur all-gemeine , gleichgültige Gegenstände und sic waren be-sangen. Ernst war nicht mehr in sic verliebt er wardieser jugendlichen Laune und Phantasie entwachsen.Sic hatte einen Einfluß ans ihn ansgcübt die neuenEinflüsse, die er geschaffen, hatten ihr Bild verscheucht.So ist das Leben. Lange Abwesenheiten löschen allefalschen, aber nicht die wahren Lichter ans. DieLampen sind erstorben im Bankcttsaal von gestern;aber noch nach tausend Jahren werden die Sterne,nach welchen wir heute cmporschancn, ebenso glänzendbrennen. Maltravers war nicht mehr verliebt in Va-lerie. Aber Valerie ach vielleicht ihre Liebe wareicht gewesen!

Maltravcrs war überrascht, als er dazu kam, denZustand seiner eigenen Empfindungen zu prüfe» erwar überrascht, als er fand, daß sein Puls nicht rascherschlug, wenn er ein Wesen berührte, dessen bloßerBlick ihn einst in der tiefsten Seele erschüttert hatteer war überrascht, aber er freute sich. Er trachtete

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