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5 (1838)
Entstehung
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nchmens angccignet, welche gewöhnlich die Frucht gegen-seitiger häuslicher Liebe in Familienkreisen ist. In einemstolzen Bewnßtscpn ihrer Talente, ihrer Geburt, ihrerStellung Vorzüge, von welchen man ihr immer undimmer vorsprach wuchs sic auf einsam, ungesellig,herrisch. Ihr Vater war mehr stolz auf sie, als zärtlichgegen sie ihre Dienerschaft liebte sic nicht sie >hatte zu wenig Rücksicht für Andere, zu wenig Mildeund Weichheit, um sich die Liebe von Geringeren zuerwerben sic war zu gebildet und zu ernst, umGeschmack an der Unterhaltung und der Gesellschaftjunger Damen ihres Alters zu finden sie hatte keineFreundinnen. Nun fühlte sic dicß Alles wohl, da siewirklich lebhafte Gefühle und Neigungen hatte, abermehr mit Erbitterung als mit Schmerz sic verlangtedarnach geliebt zu werden, aber sic bemühte sichnicht darum cs war ihr, als scp ihr vom Schicksalbestimmt, keine Liebe zu finden, sic klagte dasSchicksal an und nicht sich selbst.

Als sic mit all' der stolzen, reinen und großher-zigen Aufrichtigkeit ihres Wesens Ernst ihre Liebe zuihm bekannte, da erwartete sie natürlich die glühendsteund leidenschaftlichste Erwiederung nichts Geringereskonnte sic befriedigen. Aber die Erfahrung und Ge-wohnheit der ganzen Vergangenheit nährten in ihr denewigen Argwohn, sic scy nicht geliebt; wie Gift undGalle war ihr der Gedanke, Maltravcrs könne irgenddie Vorthcile ihres Vermögens in Betracht gezogenhaben außer etwa als eine Schranke für seine An-