98
einen neue» Springbrunnen, und er forderte Mal-travcrs auf, seine Meinung abzngcbcn, ob er in derMitte eines Blumenbeetes springen solle oder unterdein verhängenden Schatten einer großen Weide.Wahrend dieser interessanten Verhandlung zog Fcrrcrsseine Cousine bei Seite, drückte ihr mit Warme die Handund sagte mit weicher und milder Stimme:
„Meine liebe Florencc — und erlauben Sic mirin einem solchen Augenblick die Sprache der Vertrau-lichkeit — ich erfahre von Lord Saringham, den ichin London traf, daß Sic mit Maltravers verlobt sehen.So sehr ich mit Geschäften überhäuft war, konnte ichdoch nicht ruhen, ohne hichcr zu kommen und Ihnenmeine besten und aufrichtigsten Wünsche für ihr Glückdarzubringcn. Ich mag als gleichgültig erscheinen —ichgelte für selbstsüchtig; aber mein Herz schlägt warmfür Diejenigen, welche es wirklich intcrcssircn. Undnie brachte ein Bruder für die WAlfahrt einer ge-liebten Schwester innigere und brünstigere Gebete dar,als diejenigen, welche der arme Lunilcy Ferrcrs fürFlorencc Lascellcs zum Himmel sendet."
Florencc war überrascht und erweicht—der ganzeTon und das Benehmen Lnmlcy's waren so ganz an-ders als sic cs an ihm kannte. Sic crwiederte ihmmit Wärme seinen Händedruck und dankte ihm kurz,aber gerührt.
„Niemand ist groß und gut genug für Sic, Flo-rcnce," fuhr Fcrrcrs fort — „Niemand. Aber ich be-wundere Ihre uneigennützige und großmüthige Wahl.