Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

Zo

blicke schritten sic nebeneinander schweigend dahin ineiner klaren, lieblichen Mondschcinnacht. Endlich sagteFcrrcrs:Verzeihen Sic mir, mein lieber Signor,aber vielleicht haben Sic schon bemerkt - daß ich einoffenherziger kurioser Kerl bin. Ich sehe Sic sind ge-fesselt von den Reizen meiner grausamen Cousine.Kann ich Ihnen in irgend etwas dienen?"

Ein Mann, der einigermaßen bekannt gewesenwäre mit der Welt worin wir leben, -wurde gegensolche Offenherzigkeit an dem Cousin einer Erbin gegeneinen sehr aussichtslosen Bewerber Verdacht geschöpfthaben. Aber Cäsarini besaß, wie manche mittelmäßigeDichter (aber wenige gute!) keinen Menschenverstand.2hm kam cs ganz natürlich vor, daß ein Mann, derseine Poesie so sehr bewunderte, wie Lnmley dieß vonsich versicherte, lebhafte Thcilnahmc an seinem Gluckempfinde, und deßhalb crwicdcrtc er mit Wärme:O, Sir! das ist in der That ein niederschmetternderSchlag; ich träumte, daß sic mich liebe. Sie warimmer freundlich und schmeichelhaft, wenn sic mit mirsprach, und in Gedichten hatte ich ihr schon von meinerLiebe gesprochen und keine Abweisung erfahren."

Enthielten Ihre Gedichte eine wirkliche, offenbareLiebeserklärung und in Ihrer eigenen Person?"

Nun, das Gefühl war vielleicht verschleierteiner erdichteten Person in den Mund gelegt oder ineine Allegorie cingchiillt"

Oh!" sprudelte Fcrrcrs heraus, der cs höchstwahrscheinlich fand, daß die glänzende Florcncc, von