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„Mein Weib! Mein Kind!" murmelte der Grafundeutlich. „Anna — Anna! Meine Geliebten, Gottstärke Euch!" Und mit diesen Worten entfloh der Athem
— das Haupt sank schwer auf die mütterliche Erde herab
— das Angesicht ward starr, aber ruhig und unoerzerrt,wie das Angesicht eines Soldaten seyn soll, wenn eintapfrer Tod würdig gewesen eines tapfer» Lebens.
„So," murmelte der finstre, nachstnnende Prinz, nichtdenkend an die ihn umgebende Menge, „so geht das Ge-schlecht von Eisen zu Grunde! Am Boden liegt der letzteBaron, der den Thron beschränken und über daS Volk ge-bieten konnte. DaS Zeitalter der Gewalt erlischt mit demNitterthum und Waffenthaten. Und über der Leiche diesesgroßen Mannes sehe ich die neue Aera dämmern. Glück-lich von nun an, Wer Ränke und Anschläge schmieden,Wer schmeicheln und lächeln kann!" Wie erschrocken dannaus seiner Träumerei erwachend, sagte der Meister in derVerstellung im Tone traurigen Vorwurfs: „Ihr seydallzu hastig gewesen, Ritter und Gentlemen. Das HauSKork ist mächtig genug, daß es so edle Feinde hätte scho-nen können. BlaSt, Trompeter! Brecht ab die Glieder!Platz da — Pl-tz! König Edward kommt! Lang lebe derKönig!"