50
„Was für eine Art Leute sehd Ihr, und was begehrtIhr?" fragte Einer von den Umstehenden, der etwas mehrBildung zu haben schien als die Uebrigen, und der wirk-lich ein kleiner Freisaßc war.
Keine Antwort ward ihm gegeben von Denjenigen,an welche seine Frage zunächst gerichtet gewesen war;aber der vornehmste Ritter hörte die Frage, und plötzlichseinen Helm losschnallend, und ihn Einem aus seinerUm-gebnng reichend, wandte er dem Haufen ein Gesicht vonausgezeichneter Schönheit, belebt und majestätisch zugleich,zu, und sagte mit lauter Stimme: „Wir sind Engländerwie Ihr, und wir sind hieher gekommen, unsere Rechte inAnspruch zu nehmen. Zhr scheint tüchtige und ehrlicheLeute zu seyu. Standartenträger, entfaltet unsre Fahne!"Und wie der Fahnenträger plötzlich das Abzeichen ent-hüllte, eine Sonne, im azurblauen Felde, fuhr der An-führer fort: „Marschirt unter diesem Banner, und fürjeden Tag, den Ihr dient, sollt Ihr einen Monatssoldbekommen!"
- „Wahrhaftig!" sagte der Freisaße mit argwöhni-schem, finsterem Gesicht, „das sind große Worte. Und Wersepd Ihr," Herr Ritter, der Ihr in König Heinrichs Kö-nigreich Mannschaft aufbieicn möchtet?"
„AufEure Kniee, Bursche!" schrie der zweite Ritter.„Seht Euern wahren Fürsten und Oberherrn, Edwardden Vierten! Lang lebe König Edward!"
Die Soldaten stimmten in den Ruf mit ein, welcherkräftig und lustig wiederholt wurde von der kleineren