Druckschrift 
7 (1843)
Entstehung
Seite
123
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hen hatte Etwas von männlicher Verwegenheit »nd Roh-heit; die Gesundheit selbst erschien an ihnen widriger alsKrankheit. Auf diese Gesichter von Erz halte das Lastersein unvertilglichcS, nicht zu mißkennendeS Siegel ge-drückt. In diese Augen war nie die Thräne des Mitge-fühls oder weiblicher besorgter Zärtlichkeit getreten; aufdiesen Stirnen hatte nie die Glut sittsamer Schaamröthegeflammt; selbst ihre Stimmen straften halb ihr GeschlechtLügen» so rauh, tief und heiser waren sie ihr Geläch-ter laut und mißtönig. Einigen von ihnen fehlte nichteine gewisse Schönheit, aber es war eine Schönheit nurder Züge» neben einer Allen gemeinsamen Häßlichkeitdes Ausdrucks ein Ausdruck der zugleich listig, keck,hartherzig und frech war. Unweiblich durch die ärgstenLaster des Weibes, leidenschaftlos durch zu frühe Er-schöpfung der Leidenschaft standen sie zwischen denGeschlechtern wie schnöde, ungethünre Anomalien, ge-schaffen und gestaltet aus den heillosesten Entartungenbeider. Diese Geschöpfe schienen kürzlich von einer lan-gen Fahrt und Wanderung angekomme» zu sehn ihreSchuhe und die Säume ihrer Kleider waren mit Staubund Koth bedeckt ihre Gesichter erhitzt, und die Adernan ihren nackten, sehnigen, sonnverbrannten Armenwaren von der Anstrengung aufgcschwollen. Jede hatteauf dem Boden neben sich ein Tamburin Jede trug inihrem Gürtel ein langes Messer in der Scheide; gut daßdie Scheiden die Klingen verhüllten, denn nicht Eines,nicht einmal das Messer des fünfzehnjährigen Kindes mit