Druckschrift 
7 (1843)
Entstehung
Seite
96
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öS

jungen Mädchens durch Reiben erwärmte; dann schrittder Ritter der Vertiefung des Zimmers zu. Die LadyvonLonguevillc lag auf dem Sterbebette' eine Krankheitvon nur zwei Tagen hatte sie an den Rand des Grabesgebracht aber in ihrem Auge und Angesicht war einerastlose, übernatürliche Lebhaftigkeit, und ihre Stimmewar klar und gellend, als sie sagte:

Warum sucht die Tochter Marwicks, des Freundsvon Bork, eine Zufiucht in dem Hause der gefallenen kin-derlosen Lancastricrin?"

Schwöre, bei Deiner Hoffnung auf Christus,daß Du sie beschützen und besorgen willst, währendich den Grafe» aufsuche, so will ich Deine Frage be-antworten."

Unbekannter, mein Name ist Longueville meineGeburt edel diese Bürgschaften für Gastfreundschaftund Treue sind stärker als hohle Eide. Sprich!"

Nun denn," flüsterte der Ritter, nachdem er den Um-stehenden gewinkt hatte, zurückzutreten,weil die Tochterdes Grafen vor Entehrung in des Königs Palast flieht,und der sie bedroht der König ist."

Ehe die Sterbende antworten konnte, sprang Anna,durch die Bemühungen der erfahrenen Wärterin zumBewußtseyu zurüchgebracht, plötzlich in die Zimmer-vertiefung, kniete neben dem Bette und rief ungestüm

Rette mich! verstecke mich! rette mich!"

Geht und sucht den Grafen, dessen Rechte meinHauS und seines rechtmäßigen Fürsten Thron zerstört