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hinzieht. Durch ihre Heirath ist mir meine einstgeSchwester verloren — denn seit Jsabella vermählt ist, istsie ganz verändert gegen mich — wolire Mott, daß Du mirihre Stelle ersetztest! Soll ich Dich der Königin stehlen,wenn ich wieder »breite? Ach, meine Mutter — Duwenigstens wirst sie lieben! Denn, wahrlich, dieselbe Lustmit ihr athmen heißt auch meine Mutter lieben. Küssemich, Sybille!"
Freundlichfeit war in neuern Zeiten für Sybille et-was Fremdes geworden, zumal von Seilen ihre» eigenenGeschlechtes, vonJemnid ihres Alters: sie traf sie wiedas Licht deS Morgens die gela lossene Plüthe. Sie srblanqihre Arme um ihre neue Freundin, die ihr wie vom Him-mel ge andt schien; sie küßte Anna's Gesicht und Händemit dankbaren Thronen.
„Ach!" sagte sie endlich, als ihr endlich wieder dieStimme, noch gcb-ochen von Rührung, zu Gebote stand
— „wenn ich Dir je dienen — Dir je vergelten könnte
— sollten auch diese liebevollen Worte die lehren gewesensehn, welche je Dein Mund an mich gerichtet!"
Anna war entzückt r sie hatte noch nie ein Wesen ge-funden, dem sie Schutz gewähren, noch nie ein Wesen ge-funden, deni sie ganz und gar vertrauen konnte. So sanftihre Mutter war, so war doch der Abstand zwischen Kin-dern und Eltern selbst in der zärtlichen Familie. der sieangehörte, in jener Zeit so groß, daß sic der Gräfin nim-mermehr die schwärmerstche Schwäche ihres Herzenshätte verrathen können.