allein mit dem jungen Mädchen, das sie sich zu ihrer per-sönlichen Bedienung erkoren hatte.
„Und Ihr erinnert Euch auch noch meiner, holdeSybille?" sagte Anna mit ihrer süßen, herzgewinnendenStimme.
„Wahrhaftig. Wer sollte auch nicht? — denn wieIhr damals, edle Lady, von den andern Kindern Euch betSeite stählet, Hand in Hand mit dem jungen Prinzen, inwelchem Alle ihren künftigen König zu sehen träumten —da hörte ich da» allgemeine Flüstern — einer falschenProphezeiung."
„Ha! und welcher denn?" fragte Anna.
„Daß in der Hand, welche der Prinz mit seinen klei-nen rosigen Fingern fest gefaßt hielt — der Hand derTochter des großen Warwick — die beste Vertheidigungvon seines Vaters Thron liege!"
Anna's Brust arbeitete, und ihr kleiner Fuß begannseltsame Charaktere auf dem Boden zu beschreiben.
„So," sagte sie nachstnnend, „so vergeht Ihr selbsthier, unter einem neuen Hofe, nicht den Prinzen Edwardvon Lancaster. Oh, wir werden noch Stunden finden,von den vergangenen Tagen zu plaudern. Aber wie fin-det, da Ihr Cure Kindheit an Margarethens Hofe ver-lebt habt, Eure Jugend jetzt Ausnahme an dem derElisabeth?"
„Hablucht und Macht waren der Wissenschaft meinesVaterS bedürftig. Er ist ein Gelehrter von guter Geburt,aber in seinem Vermögen heruntergekommen — jetzt
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