Art in die Demüthigung ihrer Familie ergebe», baß selbstder hochmüthige Warwick gerührt und besänftigt ward;und der Besuch seiner Tochter in einem solchen Zeitpunktwar eine Huldigung, welche Elisabeth darzubringen sei-nem ritterlichen Sinne ganz gemäß war. Das Publikumsah in diesem Besuche, der mit großer Pracht und Feier-lichkeit statthatte, die Aussicht auf eine neue, sehr erwünschteVermählung. Der Erzbischof hatte das Gerücht vonGloucesterS Neigung zu Lady Anna unter die Leute kom-men lassen, und die Rückkehr des jungen Prinzen aus demNorden ward mit ungeduldiger Spannung erwartet vonden müßigen Schwätzern des Tages.
Bei dieser Gelegenheit bezeigte auch Warwick demjungen Marmaduke Nevile seine Dankbarkeit für seine an-hängliche Treue. „Mein lieber und tapferer Vetter,"sagte er, „ich habe nicht vergessen, daß, wie Du den Kö-nig und den Hofverließest, um dem abgeschätzten Ministerauf sein düsteres Schloß zu folgen — ich habe nicht ver-gessen, wie Du mir da von Deiner Liebe sprachest zu einemschönen Mädchen, bei der es Dir nicht nach Deinen Ver-diensten gelang. Wenigstens soll es nicht am Mangel anLändereien oder der goldenen Sporen liegen, welche denTräger berechtigen, neben König und Kaiser zu reiten,wenn Du Deine Braut nicht so wählen kannst, wie DeinHerz Dir gebietet. Ich bitte Dich, mein guter Vetter,mein Kind Anna an den Hof zu begleiten, wo Dir derKönig kein ungnädiges Gesicht zeigen wird; aber billig istcS, daß ich Dich für den Verlust Deines Postens in Seiner