Aber Sybille hörte nur dos Eine heilige WortWeib, und so Plötzlich und so groß war das Entzücken,das es in ihr hervorries, daß ihr die Sinne schwindeltenund vergingen, und sie zu Boden gesunken wäre ohne dieArme, die sie umsingen, und dis Brust, an welcher jetzt dieJungfrau wohl das Erröthen verbergen durfte, das nichtvon Beschämung zeugte.
Beide schwiegen einen Augenblick — in verschiedenerGmpsindung. Aber oh! dieser Augenblick! welche Jahr-hunderte der Seligkeit drängten sich-in ihn zusammen fürdie edlere und schönere Natur!
Zuletzt, sich sanft losniachend, hielt sie sich die Händevor die Augen, als wollte sie sich überzeugen, daß sie wache:und dann, ihr holdseliges Antlitz voll gegen den Liebhaberwendend, sagte Sybille, mit edler Freimüthigkeit:
„Oh, mein Lord — oh, Hastings! wenn Deine ru-higere Vernunft nicht diese Worte bereut — wenn Du anmir billigen kannst, was Du an der Königin Elisabethbewundert hast — wenn Du diejenige, die keine Mitgifthat als ihr Herz, zur Höhe Deines Weibes und DeinerLebensgenossin erheben kannst: bei dieser Hand, die ichfurchtlos in die Deinige lege, verspreche ich Dir eine Liebe,wie nie ein Minstrel sie besungen hat. Nein!" fuhr siefort, ihre schlanke Gestalt erhaben aufrichtend — „nein,Du sollst mich nicht unwerth finden Deines Namens —so gewaltig er ist, nnd so gewaltig und groß er noch wer-den wird! Ich habe einen Geist, der Deine Zwecke zutheilen vermag, ich habe einen Stolz, der sich Deiner
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